Aug 17

OB_Gespr_11_89

In den unendlichen Schatzkammern der Augenzeugen89 wurde wieder ein Zeitdokument gefunden. Am 19.11.1989, also bereits 10 Tage nach der Öffnung der Mauer, versuchen die Verantwortlichen in Neubrandenburg zu retten, was noch zu retten ist.

Hans-Jürgen Schulz schoss damals sogar ein Foto von dieser Veranstaltung, welches wir heute in seinem Buch: “In Mecklenburg ist auch schon heut” bewundern können. Hier eine Kopie aus dem Büchlein.
OB_Gespr_11_89Schulz

Aug 12

Ehrhart Neubert: Unsere Revolution: Die Geschichte der Jahre 1989/90
Piper Verlag München

Ilko-Sascha Kowalczuk: Endspiel – Die Revolution von 1989 in der DDR
C.H. Beck Verlag
Herr Kowalczuk wird am 8.10.2009 in Neubrandenburg sein Buch im Rahmen einer Veranstaltung der BStU vorstellen.

György Dalos: 1989 – Der Vorhang geht auf: Das Ende der Diktaturen in Osteuropa
C.H. Beck Verlag

Aug 11

Neuer Termin für die ausgefallene Veranstaltung am 9. Juli

Nunmehr haben wir für die im Juli ausgefallene Veranstaltung in der BStU, Außenstelle Neubrandenburg einen neuen Termin gefunden.
Am denkwürdigen 13. August, um 16:30 Uhr treffen wir uns zu einem Rundgang auf dem Erinnerungspfad und einer Besichtigung der Stasiunterlagenbehörde in Neubrandenburg. Die Gespräche vor Ort sollen eine Art Auftakt für die verschiedensten Aktivitäten der “Augenzeugen89″ in diesem Herbst sein. Interessierte Gäste sind herzlich eingeladen.

Link

Aug 10

Die Gedanken sind frei
Bei der Durchsicht der Dokumente fiel ein kleiner Handzettel auf mit der Überschrift “Lied der Friedensgebete in Neubrandenburg”. Der Liedermacher, Ingo Barz, hatte für das alte Studentenlied: “Die Gedanken sind frei” einen neuen Text geschrieben, der die Lebensgefühle der Menschen in der DDR in der damaligen Zeit ausdrückte.
Es ist bemerkenswert, dass die Themen Umwelt, Globalisierung und persönlicher Egoismus schon damals als so wichtig angesehen wurden, um Eingang in diese Strophen zu finden und emphatisch mitgesungen wurden:

Ich denk´mir ein Haus aus Reimen und Noten,
wo keinem der Aus- und Eintritt verboten.
Die Türen steh´n offen für alle, die hoffen.
Wer will komm´herbei, die Gedanken sind frei.

Ich denk´mir ein Land mit tiefgrünen Wäldern,
mit sauberem Strand und kornschweren Feldern,
wo See, Fluss und Tümpel frei sind von Gerümpel,
von Stickstoff und Blei, wo Gedanken sind frei.

Ein Volk denk´ich mir, das nicht schon erblindet,
beim Geldzählen hier nur Seligkeit findet,
das Mut hat zum streiten, wo auch Minderheiten
sich finden dabei und Gedanken sind frei.

Ich denk´mir die Welt mit Tischen für jeden,
ein freundliches Zelt zum Essen und Reden,
kein Hunger, kein Schweigen, ein fröhlicher Reigen
und Menschlichkeit sei, und Gedanken sind frei.

Ich denk´mir ein Lied aus Güte und Klarheit,
das, wo es geschieht, im Anspruch auf Wahrheit
nicht hart und verbittert die Hirne vergittert,
das ohne Geschrei die Gedanken lässt frei.