Okt 13

Marianne Birthler

Marianne Birthler

Vortrag und Gespräch mit Marianne Birthler, Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR, eine Veranstaltung der BStU

Donnerstag, 15.10.2009, 19:00 Uhr, Sportgymnasium

Das Ende der SED-Diktatur, ihr langer Schatten und die Mühen der Aufarbeitung

In diesem Jahr feiern wir die Friedliche Revolution in der DDR, die im Herbst ’89 die Mauer öffnete und das Ende der SED-Diktatur einleitete. Die Freude darüber geht einher mit der Erinnerung an die Opfer der Diktatur und mit dem Wissen um die Schäden und Verluste, die das Leben in der Diktatur mit sich brachte.

Als 1989 die SED am Ende war, gaben sich die Menschen auf den Straßen allein mit der Forderung nach dem Aufbau demokratischer Strukturen nicht zufrieden. Noch bevor die Demonstranten nach der Wiedervereinigung riefen, forderten sie die Beseitigung der Stasi, des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR. Sie besetzten im Winter 89/90 seine Dienststellen, sicherten die konspirativ gesammelten Unterlagen und verlangten ihre Offenlegung. Seit Ende 1991 regelt ein Gesetz den Zugang zu den Unterlagen der DDR-Staatssicherheit. Die Beschäftigung mit den Überlieferungen dieses Ministeriums ist ein wichtiger Teil der Auseinandersetzung mit der SED-Diktatur.

Die Erfahrung der jüngsten Vergangenheit für die Zukunft zu erschließen, zu bewahren und zu vermitteln, ist eine Aufgabe der Behörde der Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen. Marianne Birthler berichtet über deren Entstehung und Arbeit, spricht aber auch über ihre persönlichen Erinnerungen an das Jahr 1989 und die Mühen bei der Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit.
Quelle: Webseite der Außenstelle Neubrandenburg der BStU

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