Nov 11

Die Verwalter der Demokratie feierten sich mit möglichst weit her geladenen Gästen.
Es war ja ein schönes Fest und der Bedeutung des Tages angemessen.
Aber wo waren denn Heiko Lietz oder Ulrich v. Saß in Schwerin,
wo waren denn in Berlin Jens Reich, Ulrike Poppe, Werner Schulz, Konrad Weis,
Markus Meckel u.a. Vorkämpfer der Demokratie?
Verblasst vielleicht der eigene Ruhm, die eigene Leistung, so wohlbehütet mit stolzem Politikergehalt, die Staatsmach an seiner Seite.
Hätte wohl nicht gut ausgesehen, wenn vielleicht Heiko Lietz, der sich immer noch um die Armen und Benachteiligten in dieser Gesellschaft kümmert, an diesem Tage Unschickliches, Kritisches gesagt hätte!
Der hätte einen doch glattweg in eine prekäre Lage bringen können.
Man ist ja schließlich als Gewählter ein Erwählter, und das sollte dann doch nach außen getragen werden dürfen.
Ach ja, Biermann war ja geladen, der kann so nette kleine Schweinereien sagen oder singen, die man heimlich gern selbst gesagt hätte.
Hatte ich in Neubrandenburg noch vermutet, der kann nicht über seinen eigenen Schatten springen , auch die Leistungen Anderer mal mit freundlichen , persönlichen Worten zu würdigen, so haben mir Berlin und Schwerin gezeigt, dass es System und so gewollt ist,

Ganz anders die Presse in Neubrandenburg und weiterer Umgebung.
Mit der Sonntagsausgabe habt ihr, liebe Kollegen Redakteure und sonstigen Helfer des Nordkurier ein interessantes Stück Zeitgeschichte abgeliefert,
in dem auch die kleinen Leute des Alltags zu Worte kommen, die die die friedliche Revolution auf der Straße ausgefochten haben und durch deren nicht nachlassenden Druck die verhasste Mauer fiel.

Denkt daran liebe Mitstreiter, nicht die Politiker haben die Mauer zu Fall gebracht, es war der Mut des Volkes der DDR auf der Straße!

Gerhard Stoll

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